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1. Deutsches Reich - die Monarchie des Deutschen Kaiserreiches (1871–1918)

 

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1870 (BuStAG) vom 01. Juni 1870 (BGBl. S. 498) Inland
§1. Die Bundesangehörigkeit wird durch die Staatsangehörigkeit in einem Bundesstaate erworben und erlischt mit deren Verlust.

1871 RuStAG) 01 vom 22. April 1871 (RGBI. S. 87) Inland
§1. Die Reichsangehörigkeit wird durch die Staatsangehörigkeit in einem Bundesstaate erworben und erlischt mit deren Verlust.

1884 Erwerb von Kolonien bis 1888

1906 Die Staatsangehörigkeit in den Kolonien erläutert von Dr. Herbert Hauschild
Die Reichs- und Staatsangehörigkeit als Grundlage des RG von 01.06.1870
Ausland / Inland Wo bleibt da die Logik?
Fazit: es gab keine klare Unterscheidung zwischen dem Inland (Kernland) und dem Ausland also den Schutzgebieten (Kolonien).

Aufgrund dieser Tatsache wurde das RuStAG noch einmal überarbeitet.

1914 Inkraftsetzung Reichs- und Staatsangehörigkeitsgesetz – RuStAG vom 22. Juli 1913: §1. Deutscher ist, wer die Staatsangehörigkeit in einem Bundesstaat Inland/Heimat

oder

die unmittelbare Reichsangehörigkeit besitzt. Ausland/Kolonie
RuStAG - Doppelte Staatsangehörigkeit - Entweder Ausland oder Inland

1913 RuStAG 1913 erläutert von Hermann Weck
Staatsangehörigkeit Inland/Heimat
Reichsangehörigkeit Inland/Heimat
Unmittelbare Reichsangehörigkeit Ausland/Kolonie

Die drei Begriffe kann man nur verstehen, wenn man die Grundlage der deutschen Staatsverfassung kennt. Diese Grundlagen sind für den Rechsunkundigen nicht leicht zu erfassen. Sie weichen von den im Volk herrschenden Vorstellungen erheblich ab.

1928 Das deutsche Staatsangehörigkeitsrecht erläutert von Dr. Walter Schätzel

(5) Mittelbare und unmittelbare Reichsangehörigkeit
Das StAngG. von 1870 kannte nur die mittelbare Reichsangehörigkeit Inland

Die unmittelbare RAng. ist ein Produkt der auswärtigen und kolonialen Ausdehnung des Reiches.
Sie ist trotz des Verlustes des deutschen Kolonialreiches nicht von selbst fortgefallen (Ausland).1870 Heimatangehörigkeit der Deutschen - das sogenannte Bundesstaatsangehörigkeitsgesetz - BuStAG vom 21. Juli 1870:
Die inländische Staatsangehörigkeit in einen Bundesstaat mit der mittelbaren Reichsangehörigkeit = bedeutet automatische Zugehörigkeit zum damaligen Deutschen Reich (Deutschland)

Ausdehnung der Außengrenze des Deutschen Reiches auf diese deutschen Schutzgebiete - Kolonien um dessen Schutz zu gewährleisten

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Beispiel Reiseausweis / Passierschein vor 1870:

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Vorgeschichte bis 1871:

Bis zur Auflösung des früheren Deutschen Reiches im Jahre 1806 bestand für die Angehörigen der sämtlichen zugehörigen Gebiete neben dem Landesindigenat ein gemeinsames Reichsindigenat oder "Reichsbürgerrecht".
Der Deutsche Bund dagegen war lediglich eine völkerrechtliche Vereinigung und kannte kein gemeinsames Bundesindigenat.

Die deutschen Grundrechte von 1848 und die Reichsverfassung vom 28. März 1849 wollten gegenüber diesem nachgerade unerträglichen Zustand ein gemeinsames deutsches Reichsbürgerrecht einführen. Die norddeutsche Bundes- und die deutsche Reichsverfassung aber stellten für die Angehörigen der sämtlichen Bundesstaaten ein gemeinsames Bundes- oder Reichsindigenat fest.
Der Artikel 3 der Reichsverfassung von 1871 bestimmt: Für ganz Deutschland besteht ein gemeinsames Indigenat mit der Wirkung, dass der Angehörige (Untertan, Staatsbürger) eines jeden Bundesstaates in jedem andern Bundesstaat als Inländer zu behandeln und demgemäß zum festen Wohnsitz, zum Gewerbebetrieb, zu öffentlichen Ämtern, zur Erwerbung von Grundstücken, zur Erlangung des Staatsbürgerrechts und zum Genuss aller sonstigen bürgerlichen Rechte unter denselben Voraussetzungen wie die Einheimischen zuzulassen, auch in betreff der Rechtsverfolgung und des Rechtsschutzes gleich zu behandeln ist.

Durch das Bundes- (spätere Reichs-) Gesetz vom 1. Juni 1870 über die Erwerbung und den Verlust der Reichs- und Staatsangehörigkeit wurde die Reichsangehörigkeit für sämtliche Bundesstaaten einheitlich geregelt, in dem § 1 dieses Gesetzes bestimmte: die Reichsangehörigkeit wird durch die Staatsangehörigkeit in einem Bundesstaat erworben und erlischt mit deren Verlust.
Die Bescheinigung über die Staatsangehörigkeit heißt Staatsangehörigkeitsausweis (Heimatschein). 
Der Heimatschein ist der Ausweis über die Staatsangehörigkeit.
Beweisquelle: http://www.verfassungen.de/de/de67-18/verfassung71-i.htm

 

Auszüge:

Verfassung des Deutschen Reichs

„Seine Majestät der König von Preußen im Namen des Norddeutschen Bundes, Seine Majestät der König von Bayern, Seine Majestät der König von Württemberg, Seine Königliche Hoheit der Großherzog von Baden und Seine Königliche Hoheit der Großherzog von Hessen und bei Rhein für die südlich vom Main belegenen Theile des Großherzogthums Hessen, schließen einen ewigen Bund zum Schutze des Bundesgebietes und des innerhalb desselben gültigen Rechtes, sowie zur Pflege der Wohlfahrt des Deutschen Volkes. Dieser Bund wird den Namen Deutsches Reich führen und wird nachstehende Verfassung haben.

 

I. Bundesgebiet

Art. 1 Das Bundesgebiet besteht aus den Staaten Preußen mit Lauenburg, Bayern, Sachsen, Württemberg, Baden, Hessen, Mecklenburg-Schwerin, Sachsen-Weimar, Mecklenburg-Strelitz, Oldenburg, Braunschweig, Sachsen-Meiningen, Sachsen-Altenburg, Sachsen-Koburg-Gotha, Anhalt, Schwarzburg-Rudolstadt, Schwarzburg-Sondershausen, Waldeck, Reuß älterer Linie, Reuß jüngerer Linie, Schaumburg-Lippe, Lippe, Lübeck, Bremen und Hamburg. …

Art. 3 Für ganz Deutschland besteht ein gemeinsames Indigenat mit der Wirkung, daß der Angehörige (Unterthan, Staatsbürger) eines jeden Bundesstaates in jedem anderen Bundesstaate als Inländer zu behandeln und demgemäß zum festen Wohnsitz, zum Gewerbebetriebe, zu öffentlichen Ämtern, zur Erwerbung von Grundstücken, zur Erlangung des Staatsbürgerrechtes und zum Genusse aller sonstigen bürgerlichen Rechte unter denselben Voraussetzungen wie der Einheimische zuzulassen, auch in Betreff der Rechtsverfolgung und des Rechtsschutzes demselben gleich zu behandeln ist.

Kein Deutscher darf in der Ausübung dieser Befugniß durch die Obrigkeit seiner Heimath, oder durch die Obrigkeit eines anderen Bundesstaates beschränkt werden.

Diejenigen Bestimmungen, welche die Armenversorgung und die Aufnahme in den lokalen Gemeindeverband betreffen, werden durch den im ersten Absatz ausgesprochenen Grundsatz nicht berührt.
Ebenso bleiben bis auf Weiteres die Verträge in Kraft, welche zwischen den einzelnen Bundesstaaten in Beziehung auf die Übernahme von Auszuweisenden, die Verpflegung erkrankter und die Beerdigung verstorbener Staatsangehörigen bestehen.
Hinsichtlich der Erfüllung der Militairpflicht im Verhältniß zu dem Heimathslande wird im Wege der Reichsgesetzgebung das Nöthige geordnet werden.
Dem Auslande gegenüber haben alle Deutschen gleichmäßig Anspruch auf den Schutz des Reichs.“

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Entsprechend der Verfassung wurde und werden bis heute die Staatsangehörigkeitsgesetze erlassen…

 

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Beweisquelle: http://www.verfassungen.de/de/de67-18/rustag13.htm

 

Detaillierte Erläuterung zur Komplexität der Heimatangehörigkeit der deutschen Völker

Auszug Reichs- und Staatsangehörigkeitsgesetz vom 22. Juli 1913.

„Wir Wilhelm, von Gottes Gnaden Deutscher Kaiser, König von Preußen etc.
verordnen im Namen des Deutschen Reichs, nach erfolgter Zustimmung des Bundesrats und des Reichstags, was folgt:
Erster Abschnitt.
Allgemein Vorschriften.
$ 1. Deutscher ist, wer die Staatsangehörigkeit in einem Bundesstaat (§§ 3 bis 32) oder die unmittelbare Reichsangehörigkeit (§§ 3 bis 35) besitzt.
$ 2.
[1] Elsaß-Lothringen gilt im Sinne dieses Gesetzes als Bundesstaat.
[2] Die Schutzgebiete gelten im Sinne dieses Gesetzes als Inland.“

 

In dem kaiserlichen Reichs- und Staatsangehörigkeitsgesetz - RuStAG vom 22. Juli 1913 wird konkret unterschieden:
Entweder inländische Heimatangehörigkeit (mittelbare Staatsangehörigkeit in einem Bundesstaat) ODER
die ausländische Kolonie- Staatsangehörigkeit (unmittelbare Reichsangehörigkeit für Kolonien/ Schutzgebiete, wie z. B. Deutsch Südwestafrika, Deutsch Ostafrika usw.)
Alle in den Ländern des Deutschen Reiches (Deutschland) lebende Bürger sind automatisch (Reichs-) Angehörige des Deutschen Heimatreiches (= Deutschland).
Wer die Staatsangehörigkeit durch den Bundesstaat hatte, erhielt automatisch die unmittelbare- inländische Reichsangehörigkeit.

Der Terminus „Reichsangehörigkeit“ ist eng mit dem Reichs- und Staatsangehörigkeitsgesetz von 1913 verbunden, welches am 1. Januar 1914 in Kraft trat. Die Reichsangehörigkeit wird zum einen in eine mittelbare und zum anderen in eine unmittelbare unterschieden:

  1. Mittelbare Reichsangehörigkeit oder direkte Reichsangehörigkeit: Diese wurde über die Staatsangehörigkeit in einem deutschen Bundesstaat erworben und ward benötigt, dass ein Preuße beispielsweise in Bayern nicht zum Ausländer wurde. Da die mittelbare Reichsangehörigkeit seit 1914 nicht mehr nach zehn Jahren Auslandsaufenthalt verfiel, galten auch Kolonialdeutsche als Reichsdeutsche. Als solche besaßen sich alle staatsbürgerlichen Rechte und Pflichten.
    Zur Zeit der Weimarer Republik war die Länderzugehörigkeit in einem Land der Republik für deren Erwerb der „deutschen Staatsangehörigkeit“ erforderlich war. Am 5. Februar 1934 wurde sie aufgrund einer Führerverfügung Adolf Hitlers zugunsten einer einheitlichen Staatsangehörigkeit gestrichen.
  2. Unmittelbare Reichsangehörigkeit oder indirekte Reichsangehörigkeit: Diese wurde 1913 ins Reichs- und Staatsangehörigkeitsgesetz eingeführt und definiert die Staatszugehörigkeit einheimischer Völker der deutschen Schutzgebiete zum Deutschen Reich. Unmittelbare Reichsangehörige unterstanden in einem „Schutzverhältnis“ zum Reich und hatten diesem gegenüber zahlreiche Pflichten, doch besaßen sie nicht das Wahlrecht im Reiche. Im Ausland jedoch besaßen sie den Schutz des Reiches und wurden von diesen dort wie Inländer gehandhabt.

Rechteeinschränkung trotz staatsrechtliche Gleichstellung: Das Koloniepersonal (zumeist Angestellte in deutschen Diensten) und unterlag dem angewendeten See- und Handelsrecht der Kolonien und war nicht Wahl- und somit Mitbestimmungsberechtigt, was eine entscheidende Rechteeinschränkung ist.

Dazu kamen gesetzliche Einbürgerungs- und Zuzugsbeschränkungen die damalige Praxis.

Siehe auch Einbürgerungs- und Einwanderungsvoraussetzungen gemäß Reichs- und Staatsangehörigkeitsgesetz vom 22. Juli 1913.

„Wir Wilhelm, von Gottes Gnaden Deutscher Kaiser, König von Preußen etc. verordnen im Namen des Deutschen Reichs, nach erfolgter Zustimmung des Bundesrats und des Reichstags, was folgt:

Erster Abschnitt.
Allgemein Vorschriften.
$ 1. Deutscher ist, wer die Staatsangehörigkeit in einem Bundesstaat (§§ 3 bis 32) oder die unmittelbare Reichsangehörigkeit (§§ 3 bis 35) besitzt.
$ 2.

[1] Elsaß-Lothringen gilt im Sinne dieses Gesetzes als Bundesstaat.
[2] Die Schutzgebiete gelten im Sinne dieses Gesetzes als Inland.
....

Dritter Abschnitt.
Unmittelbare Reichsangehörigkeit.
$ 33. Die unmittelbare Reichsangehörigkeit kann verliehen werden
- einem Ausländer, der sich in einem Schutzgebiete niedergelassen hat, oder einem Eingeborenen in einem Schutzgebiete;
- einem ehemaligen Deutschen, der sich nicht im Inland niedergelassen hat; dem ehemaligen Deutschen steht gleich, wer von ihm abstammt oder an Kindes Statt angenommen ist.

$ 34. Einem Ausländer, der im Reichsdienst angestellt ist und seinen dienstlichen Wohnsitz im Ausland hat, muß auf seinen Antrag die unmittelbare Reichsangehörigkeit verliehen werden, wenn er ein Diensteinkommen aus der Reichskasse bezieht; sie kann ihm verliehen werden, wenn er ein solches Einkommen nicht bezieht.[8]

$ 35. Auf die unmittelbare Reichsangehörigkeit finden die Vorschriften dieses Gesetzes über die Staatsangehörigkeit in einem Bundesstaate mit Ausnahme der Vorschriften des § 4 Abs. 2, des § 8 Abs. 2, des § 10 Satz 2, des § 11 Satz 2, des § 12 Satz 2 und der §§ 14, 21 mit der Maßgabe entsprechende Anwendung, daß an die Stelle der Zentralbehörde des Bundesstaats der Reichskanzler und an die Stelle der höheren Verwaltungsbehörde der Reichskanzler oder die von ihm bezeichnete Behörde treten.


§ 4. [1] Durch die Geburt erwirbt das eheliche Kind eines Deutschen die Staatsangehörigkeit des Vaters, das uneheliche Kind eines Deutschen die Staatsangehörigkeit der Mutter.

  [2] Ein Kind, das in dem Gebiet eines Bundesstaates aufgefunden wird (Findelkind), gilt bis zum Beweise des Gegenteil als Kind eines Angehörigen dieses Bundesstaats.

$ 8. [1] Ein Ausländer, der sich im Inland niedergelassen hat, kann von dem Bundesstaat, in dessen Gebiete der Niederlassung erfolgt ist, auf seinen Antrag eingebürgert werden, wenn er nach den Gesetzen seiner bisherigen Heimat unbeschränkt geschäftsfähig ist oder nach den deutschen Gesetzen unbeschränkt geschäftsfähig sein würde oder der Antrag in entsprechender Anwendung des § 7 Abs. 2 Satz 2 von seinem gesetzlichen Vertreter oder mit dessen Zustimmung gestellt wird, einen unbescholtenen Lebenswandel geführt hat, an dem Orte seiner Niederlassung eine eigene Wohnung oder ein Unterkommen gefunden hat und an diesem Orte sich und seine Angehörigen zu ernähren imstande ist.

§ 10. Die Witwe oder geschiedene Ehefrau eines Ausländers, die zur Zeit ihrer Eheschließung eine Deutsche war, muß auf ihren Antrag von dem Bundesstaat, in dessen Gebiet sie sich niedergelassen hat, eingebürgert werden, wenn sie den Erfordernissen des § 8 Abs. 1 Nr. 1, 2 entspricht. Über das Erfordernis unter Nr. 2 ist vor der Einbürgerung die Gemeinde des Niederlassungsorts zu hören.[1]

$ 11. Ein ehemaliger Deutscher, der als Minderjähriger die Reichsangehörigkeit durch Entlassung verloren hat, muß auf seinen Antrag von dem Bundesstaat, in dessen Gebiet er sich niedergelassen hat, eingebürgert werden, wenn er den Erfordernissen des § 8 Abs. 1 entspricht und den Antrag innerhalb zweier Jahre nach der Volljährigkeit stellt. Die Vorschrift des § 8 Abs. 2 findet Anwendung.[2]

$ 14. [1] Die von der Regierung oder der Zentral- oder höheren Verwaltungsbehörde eines Bundesstaats vollzogene oder bestätigte Anstellung im unmittelbaren oder mittelbaren Staatsdienst, im Dienste einer Gemeinde oder eines Gemeindeverbandes, im öffentlichen Schuldienst oder im Dienste einer von dem Bundesstaat anerkannten Religionsgemeinschaft gilt für einen Deutschen als Aufnahme, für einen Ausländer als Einbürgerung, sofern nicht in der Anstellungs- oder Bestätigungsurkunde ein Vorbehalt gemacht wird.

  [2] Diese Vorschrift findet keine Anwendung auf die Anstellung als Offizier oder Beamter des Beurlaubtenstandes.“

 

Auswahl Staatsangehörigkeitsausreise 1871 - 1918

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Zeitzeugen – Staatsrechtler
unmittelbare Reichsangehörigkeit = unmittelbare Kolonieangehörigkeit

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2. Deutsches Reich - Weimarer Republik 1919 –
Vorbereitung zur Kolonisierung Deutschlands und in Folge Europas?

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1918 inszenierter Putsch - der Kaiser muß fliehen

1919 Weimarer Reichsverfassung - Einführung der Länder aus den Kolonien. (Modellprojekt aus Deutsch-Ostafrika)
- Beginn der Kolonialisierung Deutschlands

1920 – 1933: Ideologien werden über die finanziert gesteuerte „Opposition“ inszeniert.

1932: der staatlose Adolf Hitler ergaunert sich durch Urkundenbetrug die inländische Staatsangehörigkeit des Freistaates Braunschweig

 

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Ablauf:

Die deutschen Bundesstaaten werden in der Weimarer Reichsverfassung (WRV) zu Ländern herabgestuft

(Koloniebegriff aus dem Schutzgebiet Deutsch-Ostafrika)
Das RuStAG vom 22. Juli 1913 bleibt in Anwendung.

Die in den Ländern des Reiches lebenden Deutschen haben jetzt ihre inländische Heimatangehörigkeit in jetzt einem Land, Freistaat, freie und Hanse Stadt und bleiben damit weiterhin automatisch Angehörige des Deutschen Heimatreiches.

Um zu verstehen was sich nach den von dem Feindstaatenbündnis gegen das Deutsche Reich „Entente“ unterstützten Putsch (Regime Chance) vom 9. November 1918 und der damit erzwungenen Abdankung Kaisers Wilhelm II. am 28.November 1918 (vorab verkündet vom Reichskanzler Max von Baden am 9. November 1918) auf der juristischen Ebene unserer Heimat ereignete, ist der Artikel 1 der  Verfassung des Deutschen Reiches von 1871 zu lesen, welche illegal am 11. August 1919 durch die sog. „Weimarer Reichsverfassung“ (WRV) der Putschisten aufgehoben wurde.
Zudem sind auch die Artikel 2 und 178 der Weimarer Reichsverfassung zu zitieren.

 

Verfassung des Deutschen Reichs vom 16. April 1871

I. Bundesgebiet
Artikel 1 – Das „Bundesgebiet“ besteht aus den „Staaten“ Preußen mit Lauenburg, Bayern, Sachsen, Württemberg, Baden, Hessen, Mecklenburg-Schwerin, Sachsen-Weimar, Mecklenburg-Strelitz, Oldenburg, Braunschweig, Sachsen-Meiningen, Sachsen-Altenburg, Sachsen-Koburg-Gotha, Anhalt, Schwarzburg-Rudolstadt, Schwarzburg-Sondershausen, Waldeck, Reuß älterer Linie, Reuß jüngerer Linie, Schaumburg-Lippe, Lippe, Lübeck, Bremen und Hamburg.

 

Anmerkung:

[1] Das Herzogtum Lauenburg war nur bis 1876 in Personalunion mit Preußen verbunden. Durch Gesetz, betreffend die Einführung der Verfassung des Deutschen Reichs in Elsaß-Lothringen vom 25.06.1873 traten das Reichsland Elsaß-Lothringen sowie durch Reichsgesetz vom 15.12.1890 Helgoland dem Bundesgebiete des Deutschen Reichs hinzu.

Die in Artikel 1 genannten Staaten im Bundesgebiet sind sog. indigene Staatsangehörigkeiten, die bis heute gültig sind.
- siehe auch das Merkblatt Feststellung der deutschen Staatsangehörigkeit vom Bundesverwaltungsamt // auf der 3. Seite unten.

Am 11. 08.1919 wurde mit Inkraftsetzung der WRV deren Artikel 178 „wirksam„:
Art. 178 „Die Verfassung des Deutschen Reichs vom 16. April 1871 und das Gesetz über die vorläufige Reichsgewalt vom 10. Februar 1919 sind aufgehoben.“

Vorsicht Täuschung!
Die richtige Formulierung hätte lauten müssen „Das Gesetz betreffend die Verfassung des Deutschen Reichs vom 16. April 1871 und das Gesetz über die vorläufige Reichsgewalt vom 10. Februar 1919 sind aufgehoben.“
Damit blieb das Gesetz betreffend die 1871er Verfassung de jure in Kraft, wurde jedoch de facto von der Weimarer Reichsverfassung (WRV) überlagert.

Damit wurden die Deutschen Bundessaaten ab diesem Zeitpunkt von den jeweiligen Länder und deren Landessverfassungen überlagert, die ihre Zugehörigkeit zum Deutschen Reich proklamierten.
Die WRV führte „Länder“ ein, die dem Deutschen Reich in freier Selbstbestimmung beitreten konnten:

Siehe Artikel 2 WRV:
Das „Reichsgebiet“ besteht aus den Gebieten der deutschen „Länder“.

Andere Gebiete können durch Reichsgesetz in das Reich aufgenommen werden, wenn es ihre Bevölkerung kraft des Selbstbestimmungsrechts begehrt.

Beispielsweise die Verfassung des Volksstaates Hessen.
Artikel 1:
“Der Volksstaat Hessen bildet als selbständiges Land einen Bestandteil des Deutschen Reichs.“

Was die 1871er Verfassung von der Weimarer Reichsverfassung grundsätzlich unterscheidet sind die Begriffe „Bundesgebiet“ und „Reichsgebiet“.

In der 1871er Verfassung wird das Bundesgebiet von Staaten gebildet, von welchen die Bürger ihre indigenen Staatsangehörigkeiten erhalten. Bei der Weimarer Reichsverfassung wird das Reichsgebiet von Ländern gebildet, die dem Reich durch freiwilligen Beitritt angehörten. Daraus folgte, dass die Bürger der Weimarer Republik Reichsangehörige waren und nicht wie zuvor Staatsangehörige (siehe Reichsgebiet Art. 2, 7, 82, 112, 137 WRV).
Damit existierte eine Treuhandverwaltung auf kaiserlichem Boden, von welchem die Deutschen Völker (Plural) getrennt wurden.

Bleibt die Frage zu klären welche Reichsangehörigkeit galt im Deutschen Reich ab 1919?
Beginnen wir vor der Reichsgründung mit dem BuStAG (Bundesstaaten-Staatsangehörigkeitsgesetz) des Norddeutschen Bundes.

BuStAG vom 01. Juni 1870 (BGBl. S. 498)
Gültigkeit: Inland – §1.
Die Bundesangehörigkeit wird durch die Staatsangehörigkeit in einem Bundesstaate erworben und erlischt mit deren Verlust.

Der Name des Bundes wurde am 01.Januar 1871 in „Deutsches Reich“ umbenannt, damit wurde die Bundesangehörigkeit um eine sog. „mittelbareReichsangehörigkeit ergänzt.

Deutsche, welche Bundesangehörige im Norddeutschen Bund waren, wurden somit auch Reichsangehörige im Deutschen Reich, das am 01. Januar 1871 konstituiert wurde. Jeder bundesstaatsangehörige Stammesdeutsche hatte damit die sog. mittelbare Reichsangehörigkeit (Rechtstellung als Stammes-Deutscher im jeweiligen Bundesstaat).

Bis zum 31. Dezember 1913 hatten alle bundesstaatsangehörige Stammesdeutschen auch die mittelbare Reichsangehörigkeit, welche sich am 01.Januar 1914 mit dem in Kraft treten des neuen RuStAG vom 22.07.1913 wie folgt veränderte:

RuStAG (de facto RoStAG) vom 22. Juli 1913 / Gültigkeit: Inland oder Ausland – § 1.:
Deutscher ist, wer die Staatsangehörigkeit in einem Bundesstaat (§ 3-32 Inland)
ODER
die unmittelbare Reichsangehörigkeit (§§ 33-35 Ausland) besitzt.

Wichtig ist, dass die Reichsangehörigkeit keine eigene Staatsangehörigkeit ist.
Die Staatsangehörigkeit kommt aus den Bundesstaaten des German Empire (Kaiserreich), welches so großzügig war den Menschen in den Schutzgebieten (Kolonien) ab dem 01. Januar 1914 die unmittelbare Reichsangehörigkeit = Rechtsstellung als Deutscher zu verleihen.
Die Schutzbedürftigen waren keine Bundesstaatsangehörigen des Deutschen Reiches, sie gehörten mit ihren eigenen Staatsangehörigkeiten z. Bsp. Namibia (Deutsch-Südwest) zum Deutschen Reich, mit der Rechtstellung als Deutscher, aber ohne das Allgemeine Wahlrecht.

Diese Änderung ist erheblich, denn es wurde zwischen dem Inland (Staatsangehörigkeit im Bundesstaat) oder dem Ausland (unmittelbare Reichsangehörigkeit) unterschieden.
Fazit: Entweder die Person gehörte zum Inland oder zum Ausland.

Ein Deutscher war vor dem 01. Januar 1914 immer auch ein Reichsangehöriger des Staatenbundes, der sich am 01.Januar 1871 in Versailles konstituierte.
Entweder mittelbar, denn dann war die Person Bundesstaatsangehöriger Stammesdeutscher, früher Bundesangehöriger (01.07.1870)
oder unmittelbar, dann war er nach § 33 Abs. (1) RuStAG entweder ein Ausländer (z. Bsp. Namibier) im Schutzgebiet oder nach Absatz (2) ein ehemaliger Deutscher.

Die „unmittelbare“ Reichsangehörigkeit unterscheidet sich von den „mittelbaren“ Reichsangehörigkeit = Bundesstaatsangehörigkeit.
Erstens durch das fehlende Allgemeine Wahlrecht und
zweitens, durch einen exterritorialen Gebietsstand außerhalb des Bundes (der 25+1 Bundes- und Stadtstaaten), jedoch hatten alle unmittelbaren Reichsangehörigen fern der Heimat, die Rechtstellung als Deutsche.

Ein Deutscher ab dem 01.Januar 1914 war entweder Inländer (bundesstaatsangehörige Stammesdeutscher) oder Ausländer (unmittelbarer Reichsangehöriger).

Die neu geschaffenen deutschen „Länder“ nach Artikel 2 WRV, die dem Deutschen Reich beitreten konnten, waren damit Gebiete, welche die Bundesstaaten handelsrechtlich und nach dem Versailler Vertrag (Gebietsabtretungen), teilidentisch verwalteten, je nach Erwähnung und Abspaltung ihrer Gebiete.
Diese Länder überlagerten fortan die Bundes-Staaten. Bildlich gesprochen hatte man eine fiktive juristische Oberfläche (Matrix), welche die Länder von den Staaten trennte.
Diese Rechtstellung findet sich in der Weimarer Reichsverfassung der Putschisten im Artikel 110 WRV.: „Die Staatsangehörigkeit im Reiche und in den Ländern wird nach den Bestimmungen eines Reichsgesetzes erworben und verloren. Jeder Angehörige eines Landes ist zugleich Reichsangehöriger. Jeder Deutsche hat in jedem Lande des Reichs die gleichen Rechte und Pflichten wie die Angehörigen des Landes selbst.“

Dazu kommt das die sog. „Länder“ erstmalig in den deutschen Kolonien / Schutzgebiet „deutsch-Ostafrika“ eingeführt worden sein sollen.

Die Bundes-Staaten wurden zu (kolonialen) Ländern reduziert, um auch die Haager Landkriegsordnung (Artikel 55) zu unterlaufen, welche das Abtrennen von Staatsgebieten nicht vorsieht, jedoch die Verwaltung und den Nießbrauch besetzter Gebiete regelt.

Der schwarze Tag, der die Menschen des German Empire (1871er) in die Kolonisierung brachte war in Wahrheit mit Inkrafttreten der WRV der 11. August 1919, durch die de facto Aufhebung des 1871er Staatenbundes gemäß Artikel 178 WRV erfolgte.

Konnten damit alle Deutsche in der Weimarer Republik de jure nur noch „unmittelbare Reichsangehörige“ sein?

Klares nein: Auch wenn die rechtsgültigen Bundesstaaten zur Zeit der „Weimarer Republik“ durch die Erschaffung von Verwaltungsbezirken (Ländern) überlagert wurden, blieben neben der „unmittelbaren Reichsangehörigkeit“ die „mittelbare Reichsangehörigkeit“ und die „Bundesstaatsangehörigkeit“ de jure erhalten.

Beweis: Einführung des Artikel 2 Absatz 1 der Weimarer Reichsverfassung - Beitritt der Länder:
"(1) Das Reichsgebiet besteht aus den Gebieten der deutschen Länder."

Beweis: Artikel 110 Absatz 1 der Weimarer Reichsverfassung:
"(1) Die Staatsangehörigkeit im Reiche und in den Ländern wird nach den Bestimmungen eines Reichsgesetzes erworben und verloren. Jeder Angehörige eines Landes ist zugleich Reichsangehöriger."

Beweis: Weil das RuStAG defintiv keine Landesstaatssangehörigkeit beinhaltet BLIEBEN DIE Deutschen gemäß der rechtsgültig- weiter angewendeten RuStAG vom 22. Juli 1913 weiterhin  noch nicht Status geminderte Bundesstaatsangehörige!

Mit der Aufhebung der Staatsgebiete der 1871er Verfassung wurde auch der Schutz der Haager Landkriegsordnung (HLKO) für die Bundesstaaten obsolet.
Weil aber der Völkerrechtsvertrag (HLKO) von 1907 Bundesstaatsangehörige und Reichsangehörige gleichermaßen schützte, verblieben aber die „mittelbaren Reichsangehörigen“ weiterhin unter dem Schutz der HLKO.

Seit dem 11. November1918 herrschen in Deutschland Waffenstillstandsbedingungen. Der Versailler Vertrag ist ein handelsrechtlicher Vertrag zum Frieden (Treaty of peace) und kein Friedensvertrag, weil der Kaiser in den Krieg zog und nur der Kaiser oder hilfsweise die Treuhänder der Staatsgewalt, nämlich die Träger der tatsächlichen Gewalt (Souveräne), den Krieg beenden können.
- Siehe auch die völkerrechtlich ungültige Abdankungsurkunde Kaiser Wilhelm II. mit (beabsichtigen?) Siegelbruch!

 

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Reichsangehörigkeit gegen Staatsangehörigkeit 1919- 1933:

Beweis: Einführung des Artikel 2 Absatz 1 der Weimarer Reichsverfassung - Beitritt der Länder:
"(1) Das Reichsgebiet besteht aus den Gebieten der deutschen Länder."

Artikel 110 der Weimarer Reichsverfassung:
"(1) Die Staatsangehörigkeit im Reiche und in den Ländern wird nach den Bestimmungen eines Reichsgesetzes erworben und verloren. Jeder Angehörige eines Landes ist zugleich Reichsangehöriger."

Welche Staatsangehörigkeit in den Ländern? Deutsche Länder sind keine Bundesstaaten gemäß der RuStAG vom 22. Juli 1913.

 

Beweis: Auszug Reichs- und Staatsangehörigkeitsgesetz vom 22. Juli 1913:

„Wir Wilhelm, von Gottes Gnaden Deutscher Kaiser, König von Preußen etc.
verordnen im Namen des Deutschen Reichs, nach erfolgter Zustimmung des Bundesrats und des Reichstags, was folgt:
Erster Abschnitt.

Allgemein Vorschriften.
$ 1. Deutscher ist, wer die Staatsangehörigkeit in einem Bundesstaat (§§ 3 bis 32) oder die unmittelbare Reichsangehörigkeit (§§ 3 bis 35) besitzt.“

Damit wird es offenkundig: Länder im Deutschen Reich - Deutschland sind juristisch exterritorial zu den Bundesstaaten und können deshalb nur die unmittelbare Reichsangehörigkeit der Kolonien repräsentieren, welche aber die Stammesdeutschen gemäß weiter angewendeten RuStAG vom 22. Juli 1913 urkundlich bis 1933 noch nicht inne hatten!

Weil das RuStAG defintiv keine Landesstaatssangehörigkeit beinhaltet bleiben die  Deutschen gemäß der rechtsgültig- weiter angewendeten RuStAG vom 22. Juli 1913 weiterhin nicht Status geminderte Bundesstaatsangehörige in diesen Ländern der Weimarer Republik!

§ 1.  Deutscher ist, wer die Staatsangehörigkeit in einem Bundesstaat (§§ 3 bis 32) oder die unmittelbare Reichsangehörigkeit (§§ 3 bis 35) besitzt.“

Damit existierte von 1919 bis 1933 in Deutschland ein erheblicher staatsrechtlicher Widerspruch  Vakuum der Staatsangehörigkeit.

Erst mit der nationalsozialistischen Zwangsverordnung der „unmittelbaren Reichsangehörigkeit“ in Form der „Deutschen Staatsangehörigkeit“ aus den Schutzgebieten wurde diesem staatsrechtlichen Widerspruch abgeholfen und damit die Kolonisierung in Deutschland ab 1934 erfolgreich vollendet.

 

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Staatsangehörigkeitsausweise von 1919 bis 1933

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Die Heimatangehörigkeit kann keinen Menschen entzogen werden!

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Manipulierter Staatsangehörigkeitsausweis des staatlosen Adolf Hitler von 1932 zur dessen Vorbereitung als Reichskanzler

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Erste Versuche Personalausweise (als Dienstausweise), Ausweise für Staatenlose Personen bzw. auch bei Ausweisverlust einzuführen

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Aktueller Beweis aus gegenwärtiger Zeit in Deutschland:

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Allgemeine Folgen von Staatlosigkeit:

Status Vogelfrei = ausgestoßen, keine Rechte und kein Eigentum mehr besitzend. Vogelfreie Menschen können überall verfolgt und getötet werden.

Definition: Roma und Sinti - Status Vogelfrei:
= ausgestoßen, keine Rechte und kein Eigentum mehr besitzend.
Bedeutungen:
 [1] im Mittelalter: als Strafe vom Reichsacht betroffen; ausgestoßen, keine Rechte und kein Eigentum mehr besitzend -
Herkunft:
 [1] Zusammengesetzt aus Nomen Vogel und Adjektiv frei. Fälschlicherweise wird diese Kombination oft mit der Redewendung „frei wie ein Vogel sein“ gleichgesetzt, die aber etwas völlig anderes aussagt. Vogelfrei ist so zu verstehen, dass der Ausgestoßene so wie ein Vogel von jedem frei gejagt und getötet werden durfte. Das Wort ist ein feststehender Ausdruck seit dem 16. Jahrhundert.[1]

Sinnverwandte Wörter:
[1] ausgestoßen, geächtet, rechtlos
Beispiele:
[1] Seit er vogelfrei ist, wird er überall verfolgt.
[1] Vogelfreie Menschen konnten ungestraft getötet werden. (Mordacht)
[1] „Und kurz darauf beschließt er, heimzureiten, obwohl er nun vogelfrei ist.“[2]

Quellbeweis: http://de.wiktionary.org/wiki/vogelfrei

 

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